Grüner Tourismus für Dresdens Umland

Seit dem 21.11.2009 gibt es die ersten 13 “Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer/innen für das Umland Dresden (ZNL) – wie die Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LANU) in einer Presseinformation mitteilte.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei der LANU, der Walderlebniswerkstatt Sylvaticon, allen Referenten und bei meinen Lehrgangs-Mitstreitern und -Mitstreiterinnen herzlich für die wirklich exzellente Ausbildung und die wohltuend konstruktive Athmosphäre zu bedanken.

Mit der zweiten Zertifizierung als Natur- und Landschaftsführer – nach der ersten im März diesen Jahres als Nationalparkführer in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz – stehen nun Möglichkeiten zur Verfügung, die es so vor einem Jahr noch nicht gab. Das hat eine Neuausrichtung und Konzentration auf die Themen “Grüner Tourismus”, “Natur- und Landschaftführungen”, “Naturinterpretation” und “Umweltbildung” zur Folge. Darüber wird hier in Kürze mehr zu berichten sein.

Bestanden!

Seit gestern Abend darf ich mich “Nordic Walking Basic Instructor” nennen. Das ausgehändigte Zertifikat bescheinigt die erfolgreiche Absolvierung dieser Fachausbildung.

Durchgeführt wurde sie im Rahmen der Paracelsus- Seminare & Fachqualifikationen an der Paracelsus Heilpraktikerschule Dresden. Dozent war Sven Korb, Mastertrainer und Vorstandsmitglied der German Nordic Fitness Association GNFA e.V..

Mein erster positiver Eindruck verfestigte sich im Ausbildungsverlauf weiter. Besonderen Wert legte Sven Korb auf die technisch saubere Ausführung der Nordic-Walking- Technik und deren praktisches Üben. Jeder Teilnehmer hatte ausgiebig Gelegenheit, sich und seine Interpretation von Nordic Walking zu präsentieren. Alle Präsentationen wurden fair sowohl individuell als auch in der Gruppe ausgewertet. Auch eine Videokamera kam zum Einsatz.

Die Grundlagen sind also gelegt. Jetzt kommt es darauf an, sie weiter zu vertiefen. Üben, üben und nochmals üben! Und dann wird der Moment kommen, an dem ich meinen ersten Nordic-Walking-Kurs anbiete.

Denn eines steht fest: Nordic Walking ist ein faszinierender Sport für (fast) Jede(n)!

Alles neu macht…

... nicht immer nur der Mai. Auch der April hat diesbezüglich einiges zu bieten.

Nach langer Zeit der Zurückhaltung soll das Blog nun wieder belebt werden. Es hat sich einiges getan in der letzten Zeit und am kommenden Wochenende wird sich hoffentlich noch etwas tun: wenn alles klappt werde ich die Lizenz als Nordic-Walking-Basic-Instructor erwerben. Zusammen mit der Wanderleiter- Ausbildung vom vergangenen Jahr und der angestrebten Qualifikation zum “Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer” (ZNL) eröffnen sich damit ganz neue Horizonte.

Ich habe Lust darauf, etwas in dieser Richtung zu unternehmen. Die Planung ist schon relativ weit gediehen, aber noch nicht abgeschlossen. Deshalb halte ich mich noch ein Weilchen bedeckt.

In der nächsten Zeit werde ich mit dieser Internet- Präsenz ein wenig herumexperimentieren. Der Anfang ist mit dem neuen Design schon gemacht. Aber auch inhaltlich wird sich einiges ändern. Was auf jeden Fall bleibt, ist die Beschreibung interessanter Touren durch einzigartige Natur- und Kulturlandschaften. Diese Beiträge sollen neugierig machen und den Einen oder Anderen – gern auch die Eine oder Andere – hierher locken.

Hier, im Herzen des alten Europa, gibt es unendlich viel zu entdecken und erleben. Dazu möchte ich gern beitragen.

Wanderleiterausbildung

Wenn man seit vielen Jahren im Freundeskreis und seit einiger Zeit auch in einer Sektion Touren führt, dann stellt sich irgendwann die Frage nach der größeren Verantwortung. Oder anders ausgedrückt: Wie kann man sich engagierter und zugleich verantwortungsbewußt ins Vereinsleben einbringen? Die ehrenamtliche Arbeit lastet erfahrungsgemäß auf viel zu wenigen Schultern. Diese ein wenig zu entlasten und gleichzeitig Eigenes einbringen – warum eigentlich nicht?

Nachdem ich Interesse an einer Ausbildung zum Wanderleiter signalisiert hatte, ging es relativ schnell. Die Anmeldung erfolgte und die Sektion unterstützte das Vorhaben – auch finanziell. Nach einer kleinen Weile kam aus München die Absage: Wegen großer Nachfrage sind alle Lehrgänge überbucht. Kompromiß: ein Wartelistenplatz, falls wider Erwarten noch jemand abspringen sollte. Für 2006 hatte ich danach generell mit dem Thema abgeschlossen.

Dann kam kurzfristig nochmal Post aus München: Wegen anhaltend starkem Interesse wurden zusätzliche Lehrgänge eingerichtet und wenn ich wollte, könne ich mich für einen dieser Zusatzlehrgänge anmelden. Klar wollte ich! Schnellanmeldung per Fax – und fast genauso schnelle Bestätigung retour.

So fuhr ich am 10.09.2006 nach Tirol. Das Hans-Berger-Haus im Kaisertal war das Ziel. In diesem urigen Naturfreundehaus ( Keine Berührungsängste beidseits! ) gab es Unterkunft, Verpflegung ( Leckerstes Essen vom Feinsten – mit Nachschlag! Die Chefin kochte höchstselbst. ) und Theorieausbildung. Zu den Ausbildungsinhalten gehörten u.a.

  • Führungstechniken

  • Bergsteigen

  • Orientierung

  • Wetterkunde

  • Bergrettung

  • 1.Hilfe

  • Umwelt- und Naturschutz

  • Recht und Versicherung.

Die theoretischen Inhalte wurden auf täglichen Touren durch das wunderbare Kaisergebirge ( Wilder und Zahmer Kaiser ) praktisch angewandt. Das Team wurde dazu in zwei Gruppen mit je einem erfahrenenen Bergführer aus dem Bundeslehrteam aufgeteilt. Jeder Wanderleiter-Aspirant war im Wechsel für die Führung der Gruppe über alpine Wege, wegeloses Gelände sowie auf Gipfel verantwortlich. Praxisbezogene, erlebnisorientierte Ausbildung. Die geführten Tagesetappen über 6-9 Stunden gaben den Ausbildern Aufschlüsse über die Führungsqualitäten der Aspiranten, aber auch über ihren konditionellen Zustand. Diese Beurteilung floß in die Abschlußbewertung ein.

Was wäre eine Ausbildung ohne Abschlußprüfung? Ja, es gab sie. Keine Multiple-Choise-, sondern offene Fragen quer durch alle Ausbildungsinhalte waren zu beantworten. Man mußte aufschreiben, was man wußte oder wenigstens glaubte zu wissen. Dazu ein Tip: Fragebögen kann man vorn und hinten gleichermaßen bedrucken. Es hat sich bewährt, diese Bögen auch auf Vorder- und Rückseite zu lesen. Wer Lesen kann, ist gebildet. Wer es auch tut, ist klar im Vorteil. Obwohl ich die Rückseite eines Bogens mit mehreren Prüfungsfragen schnöde ignorierte, attestierte man mir eine bestande Prüfung.

Leute glaubt es mir: danach schmeckt das Bier nochmal so gut! Natürlich nur, wenn man welches trinkt.

Zusammengefaßt kann man festhalten:

  • eine qualitativ hochwertige, fordernde und gutgemachte Ausbildung

  • absolut kompetente und engagierte Ausbilder

  • Unterkunft total urig und Verpflegung vom Allerfeinsten

  • Kaiserwetter im Kaisergebirge

  • und ein absolut tolles Team.

Diese Ausbildung hat viel Spaß gemacht und sie hat mir etwas gegeben. Dafür danke ich dem DAV, meiner Sektion Dresden und allen, die zum Gelingen beigetragen haben.

Jetzt aber raus, auf Touren…!