Verkehrsverbund Oberelbe nimmt Kürzungen im Nahverkehr zurück

Gute Nachrichten für Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO): die ursprünglich geplanten Kürzungen im Regional- und S-Bahn-Verkehr treten zunächst nicht in Kraft! Wie der VVO in der heutigen Ausgabe der “Sächsischen Zeitung” mitteilt, werden bis Ende 2012 keine Strecken stillgelegt oder ausgedünnt.

Trotz massiver Zuschußkürzungen des Freistaates Sachsen kann der VVO mit den zur Verfügung stehenden Mitteln auskommen. Als Grund wird angegeben, daß die Deutsche Bahn ihre Preise für die Stopps in ihren Bahnhöfen gesenkt hat. Der VVO muß demnach für die Zughalte an den DB-Stationen im Jahr ca. 5 Mio. EUR weniger zahlen. Damit werden die Kürzungen von 6,7 Mio. EUR weitgehend kompensiert.

Die Züge nach Nossen und Sebnitz können demnach bis Ende 2012 weiter betrieben werden, auch wenn sie zuletzt nur gering ausgelastet waren. Der VVO weist daher darauf hin, daß die Linien nur gesichert werden können, wenn deutlich mehr Menschen mitfahren.

Auch die für November geplante Fahrpreiserhöhung um bis zu 8,5 % soll deutlich geringer ausfallen. Genaue Zahlen nannte der VVO jedoch nicht.

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: der von vielen Wanderern und Naturfreunden sehnlichst erwartet Lückenschluß zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna (Nieder-Einsiedel, Tschechische Republik) wird zunächst nicht vollzogen. Damit bleibt die Sächsisch-Böhmische Nationalparkbahn auch weiterhin nur ein Traum.

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