Blog-Knigge

Wer in einem meiner anderen Blogs gelesen hat, dem wird dieser Beitrag inhaltlich bekannt vorkommen. Er ist mir aber so wichtig, daß ich das Risiko der Duplizierung eingehe.

In einem Blog, in dem ich sehr gern lese, ging es kürzlich emotional hoch her. Da die eigentliche Ursache nicht mehr nachvollziehbar war, habe ich mich inhaltlich an der dortigen Diskussion nicht beteiligt. Eine sachlich fundierte Meinung ist mir wichtiger als ein Glaubensbekenntnis.

Mir ist anhand dieser Auseinandersetzung erneut deutlich geworden, wie unterschiedlich die Ansprüche und Maßstäbe von Blogbetreibern und Kommentatoren sein können. Das beginnt bei der Blogthematik und endet noch lange nicht bei der Art und Weise, wie Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden. Beschämend empfand ich die taktlosen und teilweise ehrverletzenden Angriffe auf andere Blogger. Dem jeweils anderen etwas zu unterstellen – um dann dessen/deren Abwehrargumentation lächerlich machen zu können – das scheint der neue Kommunikationsstandard zu sein.

Heute scheint zu gelten: wer am lautesten, am schrillsten, am schrägsten und am abstraktesten schreit, bekommt recht. Man muß nur richtig penetrant sein, um zu bekommen, was man will. Wirklich?

Armes Deutschland, Deine Streitkultur war noch nie besonders hoch…

Ich habe mich deshalb entschlossen, wieder einen kleinen Blog- Knigge einzuführen. Nicht zum Bevormunden, sondern als vorbeugende Gedächtnisstütze.

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